Wochenblatt Briefing Ausgabe 26
Shownotes
Echter Bürokratieabbau, ein verlässliches Agrarbudget und eine gute Nachwuchsförderung gehören zu den zwölf Forderungen der Freiburger Erklärung. In unserer Reportage erfahren Sie, mehr über den Ausbildungsbetrieb des Jahres.
Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen. Zwölf Forderungen für eine Zukunft Vielfältige Kulturen bringen Vorteile So ruhen sich Kühe am liebsten aus „Ausbildungsbetrieb des Jahres“
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00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feldstall, Hof und Familie.
00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt Briefing!
00:00:23: Unser erstes Thema dreht sich um die Freiburger Erklärung, die auf dem Deutschen Bauerntag in Freiburg verabschiedet und an Vertreter aus Politik und Wirtschaft übergeben wurde.
00:00:35: Der Deutsche Bauernverband fordert darin ein eigenständiges verlässliches und inflationsfestes Agrarbudget – in Höhe von fünfhundert Milliarden Euro sowie eine politische Priorisierung der gemeinsamen Agrarpolitik im EU-Haushalt ab dem Jahr, die Erklärung besteht auf dem Erhalt der gemeinsame Agrarpolitik als eigenständige EU-Politik mit eigener Haushaltslinie und der Beibehaltung der zwei Säulenstruktur aus Direktzahlungen und ländlicher Entwicklung.
00:01:05: Degressionen und Kappungen werden abgelehnt.
00:01:07: stattdessen soll die erste Hektare Förderung weiterentwickelt
00:01:11: werden.".
00:01:12: Weitere Kernforderungen sind echter Bürokratieabbau, die Streichung der sozialen Konditionalität und der Schutz von Nebenerwerbsbetrieben.
00:01:20: Neue Anforderungen wie Naturwiederherstellung oder Tierwohl sollen nur mit Ausgleichs- und Finanzierungswegen außerhalb der gemeinsamen Agrarpolitik eingeführt werden.
00:01:30: Weiter geht es mit dem Thema widerstandsfähige Landwirtschaft und den Vorteilen vielfältiger Kulturen – eine Modellstudie des Leibnizzentrum für Agrarlandschaftsforschung untersuchte neuen repräsentative Ackerbaubetriebe in Brandenburg und verglicht drei Diversifizierungsstrategien mit engen Fruchtfolgen aus Getreide, Raps- und Silomai.
00:01:51: Die diversifizierten Varianten integrierten Hösenfrüchte wie Sojabohnen und umfassten zeitliche Diversifikierung, Parzillierung sowie Streifenanbau – mit zwölf Meter breiten unterschiedlich bepflanzten Streifen.
00:02:04: Die Ergebnisse zeigen das räumliche Vielfalt Risiken deutlich besser
00:02:08: verteilt.".
00:02:09: Parzellierung senkt in schwierigen Jahren potenzielle Verluste teils um mehr als zweihundert Euro pro Hektar.
00:02:16: Während das erwartete Einkommen stabil blieb, Streifenanbau reduzierte das wirtschaftliche Risiko und brachte ökologische Vorteile führte jedoch zu Einkommenseinbußen durch höheren Arbeitsaufwand und geringere Maschinenleistung.
00:02:31: Die Autorin der Studie betont dass räumliche Vielfalt sowohl Klima als auch Marktrisiken abmeldern kann und politische Rahmenbedingungen erforderlich sind, die solche Anbauverfahren fördern.
00:02:43: Ein weiteres wichtiges Thema ist der Kuhkomfort – und die Frage wie sich Kühe am liebsten ausruhen!
00:02:49: Milchkühe liegen durchschnittlich elf bis zwölf Stunden pro Tag, denn das Liegen fördert Verdauung und Milchproduktion weil die inneren Organe dabei besonders aktiv sind.
00:02:59: Als Zeichen für guten Liegekomfort gilt dass zur Hauptruhezeit nahezu alle oder mindestens fünfundachzig Prozent der Kühe in den Boxen liegen und dass viele die entspannte Brustlage mit ausgestreckten Vorderbeinen einnehmen.
00:03:11: fehlt diese Möglichkeit sind kürzere Gesamtliegezeiten zu erwarten teils um mehr als siebzig Minuten pro Tag und das Risiko von Muskelverspannungen sowie durch Blutungsstörungen steigt, unzureichende Liegeflächen oder blockierende Bugbegrenzungen, begünstigen schräges Liegen-und Ruckstellen die bis zu Geschwüren und Folgeerkrankungen führen können.
00:03:32: Liegebochsen müssen daher so bemessen sein dass Abliegen liegen und Aufstehen schmerzfrei möglich sind?
00:03:39: Zum Abschluss einer erfreuliche Meldung aus dem Schwarzwald Barkreis, der Häklehof in Blumenberg-Fützen wurde beim Deutschen Bauerntag in Freiburg als Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgezeichnet.
00:03:51: Arnold und Lukas gleichauf nahmen die Ehrungen entgegen.
00:03:54: Der Betrieb bildet seit nineteenhundertvierundneunzig kontinuierlich aus und hat bislang einund dreißig Lehrlinge betreut.
00:04:01: Bewerbungen erfolgen überwiegend telefonisch freie Ausbildungsplätze, werden über ein zweitägiges Probearbeiten vergeben.
00:04:09: Die Auszubildenden werden bei Prüfungen, Wettbewerben und Ausstellungen unterstützt.
00:04:13: Und soziale Betreuung mit Familienanschluss gehört fest zum Ausbildungsangebot.
00:04:18: Lukas Gleichauf engagiert sich im Prüfungsausschuss und dem Kreisvorstand des badischen landwirtschaftlichen Hauptverbandes.
00:04:25: Im Jahr Zwei Tausend Fünfzehn wurde er gemeinsam mit Louis Scherzinger Bundesseeger in Berufswettbewerk der Landjugend.
00:04:32: Das war das wöchentliche Audiobriefing des Baden-Württembergischen Landwirtschaftlichen Wochenplatz.
00:04:37: Wir wünschen Ihnen eine gute Woche!
00:04:41: Wir haben Ihr Interesse geweckt?
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