Wochenblatt Briefing Ausgabe 28

Shownotes

Wie geht es mit dem Biber weiter, wie schützt man Kälber bei Hitze und wie sichern wir unsere Ernährung in Krisensituationen? Und wie machen sich Körnermais und Feuerbohnen auf dem Feld?

Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen.

Biber - Wie geht es weiter? "Bekommen Kälber auch hitzefrei?" Chili sin Carne direkt vom Feld? Güstet für den Ernstfall

Fachbeiträge, Reportage und News: bw-wochenblatt.de

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00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feldstall, Hof und Familie.

00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt Briefing!

00:00:20: Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.

00:00:23: Unser erstes Thema beschäftigt sich mit der Frage Biber – wie geht es weiter?

00:00:28: Ende Juni hat der Verwaltungsgerichtshof Mannheim auf einen Eilantrag eines Naturschutzverbands die Biber-Schutzverordnung des Landes Baden-Württemberg vorläufig außervoll zugesetzt.

00:00:39: Das bedeutet, sie wird bis zu endgültigen gerichtlichen Entscheidungen nicht angewendet – wann diese Entscheidung fällt ist noch

00:00:46: offen.".

00:00:47: Das Umweltministerium betont, dass das etablierte Bibermanagement des Landes weiter besteht.

00:00:53: Höhere Naturschutzbehörden können nach wie vor artenschutzrechtliche Einzelausnahmen zulassen – also unter bestimmten Voraussetzungen auch Vergremung oder letale Maßnahmen wenn keine milderen Alternativen bestehen.

00:01:05: Im Mai twenty-fünfundzwanzig wurde zudem die sogenannte Clearingstelle BIBA im Umweltministerium eingerichtet, um bei besonders schweren festgefahrenen Konflikten zu unterstützen.

00:01:17: Die Anfang Februar in Kraftgesetzte Verordnung hätte übrigens den strengen Schutzstatus des BIBAs nicht verändert sondern vor allem schnelleres Handeln in eng definierten Grenzen ermöglicht.

00:01:29: Weiter geht es mit einem Interview zum Thema Hitzeschutz für Kälber.

00:01:34: unter dem Titel bekommen Kälber auch Hitze frei.

00:01:37: Dr.

00:01:38: Caroline van Ackeren vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf erklärt, dass die thermoneutrale Zone für junge Kälmer in den ersten Lebenswochen bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Grad Celsius liegt – ausreichend Schatten ist daher vorrangig!

00:01:55: Ab etwa fünfund zwanzig grad leiden wohlbefinden Leistungsvermögen und Tageszunahmen der Tiere

00:02:02: spürbar.".

00:02:03: Empfohlen werden ständiges Frischwasserangebot, angepasste Fütterungszeiten am frühen Morgen und am Abend sowie ein Tränke-Eimer mit Elektrolytlösung tagsüber.

00:02:15: Wichtig ist auch Heu, Stroh und Kälbermüsli täglich frisch vorzulegen – und Reste aus dem Trog zeitnah zu entfernen!

00:02:24: Die sogenannte Mistmatratze heizt den Liegebereich auf und begünstigt fliegen Weshalb zwei bis dreimal wöchentliches Ausmisten empfohlen wird.

00:02:33: Verhaltenszeichen wie Beschleunigteatmung, Schwitzen und reduzierte Aktivität sind frühe Hinweise auf Hitzebelastungen und sollten sofortige Maßnahmen auslösen.

00:02:44: Ein weiteres wichtiges Thema fragt Chili Sincarne direkt vom Feld.

00:02:47: – Auf dem Lehr- und Versuchsbetrieb Tachenhausen, der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt werden seit dem Jahr zwanzig Mischanbauversuch mit Körner-Mais und der Feuerbohnensorte Scarlet Emperor durchgeführt.

00:03:02: Ziel ist es Potenziale für die menschliche Ernährung und die Förderung der Biodiversität zu prüfen.

00:03:08: – getestet wurden sechs Hybridsorten, zwei Populationssortien und zwei Landsorten.

00:03:13: Die Keimraten unterschieden sich deutlich.

00:03:16: Bei Hybriden über eighty-fünf Prozent, bei Populationssorten rund fifty Prozent und bei Landsorten etwa thirty-five Prozent.

00:03:24: Auch die Wuchshöhen variierten stark.

00:03:26: Hybride und Populations Sorten erreichten rund dreihundert Zentimeter.

00:03:30: Landsort nur etwa zweihundert Zentimetern.

00:03:34: Die Düngung erfolgte mit sechzig Prozent der Femais im Rheinanbau üblichen Mänge.

00:03:40: Eine zentrale Herausforderung bleibt die Ernte, da die Bohnen zum Zeitpunkt der Maisernte häufig noch nicht ausreichend abgetrocknet sind.

00:03:49: Weitere Forschung soll Pflanzendichte, Rangführungen und Praxistauglichkeit weiter verbessern.

00:03:56: Zum Abschluss widmen wir uns dem Thema Notfallversorgung in Krisenzeiten unter dem Titel Gerüstet für den Ernstfall Ereignisse wie ein politischer Anschlag in Berlin Anfang des Jahres, der für rund fünfundvierzigtausend Haushalte mehrere Tage Stromausfall verursachte oder einen Umspannwerksbrand in der Region Reutlingen zeigen – wie verwundbar unsere Infrastruktur sein kann.

00:04:22: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, möglichst zehn Tage Selbstversorgung anzustreben.

00:04:29: Ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft aber bereits erheblich – als Richtwert gelten rund zwei tausend zweihundert Kilo Kalorien pro erwachsene Person- und Tag.

00:04:40: Der Trinkwasserbedarf liegt bei etwa einem Liter und einem halben pro Person-und-Tag plus rund einem halmen Liter für Kochen und minimale Hygiene.

00:04:49: Vorräte sollten trocken, kühl und dunkel gelagert werden.

00:04:53: Und durch das sogenannte First in First Out-Prinzip bleibt der Bestand stets aktuell!

00:04:59: Das war das wöchentliche Audiobriefing des baden-württembergischen landwirtschaftlichen Wochenplatz.

00:05:05: Vielen Dank fürs Zuhören – bis zur nächsten Ausgabe!

00:05:19: finden Sie alle Beiträge aus Ihrem Wochenblatt Briefing und viele weitere Fachartikel.

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