Wochenblatt Briefing Ausgabe 28
Shownotes
Am vergangenen Wochenende wurden in ganz Baden-Württemberg zahlreiche Flächenbrände gemeldet. Außerdem: Neue Wege bei der Hofübergabe und Klimaschutz in der Milchviehhaltung.
Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen: Gemeinschaftlich im Neuland unterwegs Diagnosetools für Hitzestress und Wasserqualität Feuer auf dem Feld https://www.bw-wochenblatt.de/artikel.dll?AID=11657987&MID=211726
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00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feldstall, Hof und Familie.
00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt Briefing!
00:00:20: Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
00:00:23: Unser erstes Thema befasst sich mit nachhaltiger Milchviehhaltung und dem Einsatz neuer Diagnosetools gegen Hitze Stress und für bessere Wasserqualität.
00:00:33: Ende Juni trafen sich Landwirtinnen, Landwirte und Wissenschaftler beim dritten deutsch-französischen Milchwittag im EU-Parlament in Straßburg.
00:00:42: Die Veranstaltung bildete den Abschluss des grenzüberschreitenden Projekts RESCU an dem das Elsers Baden-Württemberg und die Schweiz beteiligt waren.
00:00:51: Professor Frank Mitlöhner von der University of California in Davis machte dabei auf einen wichtigen Unterschied aufmerksam Methan wird in der Atmosphäre nach etwa zehn Jahren abgebaut, während Kohlendioxid deutlich länger verbleibt.
00:01:05: Produktionssteigerung nannte er als zentrale Maßnahme zur Verringerung der Klima-Einflüsse der Tierhaltung.
00:01:11: Kalifornien etwa strebt bis zu zwei Tausend Dreißig eine Reduktion der Methanausschlöße aus der Milchviehhaltung um vierzig Prozent gegenüber zweitausend dreizehn an Und schon heute werden dort jährlich fünf Millionen Tonnen Methan eingespart.
00:01:27: Möglich machen das angepasste Gülle-Management, die Nutzung von Methan als Treibstoff, Futterzusätze und Effizienzsteigerungen auch genetische Selektionen – und die Entwicklung von Impfstoffen werden als weitere Ansätze genannt.
00:01:40: Marie-Laure O'Connor von SINN Pro Animal Production betonte zudem, dass Potenzial bei Trockenstehern Proteingehalt in der Ration und der Muskelzustand beim Trockenstellen beeinflussen die Milchleistung der folgenden Laktation erheblich.
00:01:56: Als Zielgröße nannte sie – bei der ersten Kalbung zwischen Achtzig- und Fünfundachtzig Prozent des Zielgewichts des ausgewachsenen Tieres erreicht zu
00:02:05: haben.".
00:02:06: Weiter geht es mit einem Thema rund um Agroforst, denn Baumstreifen auf dem Feld stärken die Klimaresilienz und sind eine Investition, die sich bereits heute lohnt.
00:02:16: Ende Mai fand auf den Biolandbetrieb lang in Neckar-Sulm Obereisesheim ein Feldtag zu Planungen, Errichtung, Pflege und Nutzung von AgroForstsystemen statt.
00:02:27: Beate und Thomas Lange erläuterten ihre Baumreihen, die seit vier Jahren stehen.
00:02:31: Die Ziele sind Humusaufbau, Förderung der Bodenfruchtbarkeit sowie die Ernte von Wehrtolls Früchten und Nüssen.
00:02:40: Der Standort weist eine durchschnittliche Jahrestemperatur von rund elf Grad Celsius auf was Weinbauclima entspricht.
00:02:47: im Rahmen des Humusklimannetzes einem Modell- und Demonstrationsvorhaben dass vom Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft und dem Deutschen Bauernverband koordiniert und vom Tüneninstitut wissenschaftlich begleitet wird, bauen etwa ein Drittel der rund hundertfünfzig Projektbetriebe Agrargehölze an.
00:03:05: Aktuell werden fünfundsechzig Agroforstmaßnahmen erprobt.
00:03:09: Gefördert wird AgroForce derzeit über die Ökoregelung III, wobei die Prämie von zweihundert auf sechshundert Euro je Hektar Gehölzfläche und Jahr angehoben wurde.
00:03:20: Wichtig zu wissen – es handelt sich nicht um Investitionsförderungen sondern um Zahlungen für Pflege- und
00:03:25: Bewirtschaftung.".
00:03:27: Das Landwirtschaftsamt Heilbronn reht ausdrücklich von der Pflanzung des Blauglockenbaums ab und verweist auf eine Negativliste mit weiteren nicht empfohlenen Gehölzen wie Rubini, Roteiche oder Schmetterlingsstrauch.
00:03:41: Ein weiteres wichtiges Thema ist die Hofübergabe.
00:03:44: genauer gesagt gemeinschaftlich im Neuland unterwegs – ein Webinar der Vertrauenstelle außer familiäre Hofübergabe und das Ökonetz es Baden-Württemberg beleuchtete Modelle gemeinsamer Betriebsübernahme.
00:03:57: Zur Auftaktveranstaltung schalteten sich über hundert dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu.
00:04:02: Vorgestellt wurden drei Praxisbeispiele, die Geschwister Pröpstele.
00:04:07: Aus Scher im Landkreis Siegmaringen gründeten zwei Tausend siebzehn eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts schlossen nach dem Tod des Vaters, die Hofübergabe, ab und führen den Betrieb heute multifunktional mit Rindermast, Ackerbau, Hofladen, Streuobst- und Blumenfeld.
00:04:28: Der Luzernhof in Buggingen im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald übernahm Zwei-Tausend zwölf Außerfamilie, betreibt Gemüsebau, Ackabau und Milchverarbeitung.
00:04:42: Vierzehn von rund dreißig Hektar gehören dort der Kulturland EG.
00:04:46: Nikola und Judith Boulos befinden sich bei der Übernahme des Biohofs Gutso in Geldorf im Landkreis Schwäbisch-Hall, noch in einer dreijährigen Pachtphase – drei der vier Übernehmer haben noch Jobs außerhalb der Landwirtschaft.
00:05:01: aus der Praxis kommen klare Ratschläge, frühzeitige vertragliche Regelungen, intensive Kommunikationen und die Ausarbeitung von
00:05:09: Exitstrategien.".
00:05:11: Zum Abschluss ein Thema, das derzeit besonders aktuell ist.
00:05:15: Trockenheit sorgt für zahlreiche Brenneneignisse und Feuer bedroht Felder in ganz Baden-Württemberg.
00:05:21: Am vergangenen Wochenende kam es zu mehreren Vegetationsbränden.
00:05:26: Bei Linkenheim Hochstätten im Landkreis Karlsruhe brannte ein größtenteils abgeerntetes Getreidefeld auf knapp zehn Hektar.
00:05:34: Die Fahrerin eines Mähdreschers bemerkte, dass Feuer rechtzeitig.
00:05:37: Maschinen wurden in Sicherheit gebracht und die Feuerwehr löschte den Brand unterstützt von Landwirten mit Wasserfässern und Traktoren zum Anlegen von Brandschneisen.
00:05:47: Weitere Einsätze gab es in den Kreisen Stuttgart, Böblingen, Konstanz und Heilbronn – wo zusammen rund zwanzig Hektar verbrannten.
00:05:56: Zur Einschätzung der Lage dient der Grasland-Feuerindex, Abstufe drei ist erhöhte Vorsicht geboten.
00:06:06: Mehr als achtzig Prozent der Brandursachen sind Menschen gemacht, etwa durch weggeworfene Zigaretten heiße Fahrzeugteile oder Funkenflug von Landmaschinen.
00:06:16: Studien halten den sogenannten Brennglas-Effekt durch Glasscherben Übrigens für nahezu ausgeschlossen.
00:06:22: Als Schutzmaßnahmen im Wald empfehlen Fachleute, gemischte Laubbaumbestände das Ausasten und Zerkleinern von Totholz sowie bis zu dreihundert Meter breite Waldbrandriegel mit umbrennbarer Vegetationen.
00:06:36: Das war das wöchentliche Audiobriefing des baden-württembergischen landwirtschaftlichen Wochenplatz.
00:06:42: Wir wünschen Ihnen eine gute Woche und freuen uns Sie nicht so!
00:06:47: Sie nächste Woche wieder begrüßen zu dürfen.
00:06:51: Wir haben Ihr Interesse geweckt?
00:06:53: Dann lesen oder hören Sie mit dem Digital-Abo weiter.
00:06:57: Unter bw-wochenblatt.de finden sie alle Beiträge aus Ihrem Wochenblatt Briefing und viele weitere Fachartikel!
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