Wochenblatt Briefing Ausgabe 32

Shownotes

Diese Woche bieten wir konkrete Ratschläge bei Futtermittelknappheit und berichten über die Erntebilanz der ZG Raiffeisen. Außerdem: Eine neues Virus wurde bei Rindern entdeckt.

Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen. Kein Winterfutter – und jetzt? Kleine Ernte und teurer Transport Neues Virus bei Rindern im Südwesten nachgewiesen Fachbeiträge, Reportage und News: bw-wochenblatt.de

Transkript anzeigen

00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feldstall, Hof und Familie.

00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt Briefing!

00:00:28: Das Grünland ist in vielen Regionen Baden-Württembergs dürre und verbrannt, Weiden sind ausgetrocknet.

00:00:34: Und bei Mais reichen die Schäden von Minder erträgen bis hin zu Totalausfällen durch Trockenheit oder Hagel.

00:00:41: Betriebe greifen nun auf wenige Winterfuttervorräte zurück und sollten den Futterkauf jetzt nicht mehr hinaus zögern Denn in Süddeutschland herrscht Mangel – auch aus der Schweiz steigt die Nachfrage.

00:00:52: Naturland Milchfiberater Timo Manger, rät zur genauen Bedarfsberechnung bis Juni-Zweitausendsiebenundzwanzig unter Berücksichtigung der Tierzahlen.

00:01:02: Das Futter sollten Käufer nicht blind erwerben sondern sich möglichst von der Qualität vor Ort überzeugen!

00:01:08: Überlagertes oder schimmeliges Heu, verpilzte Silagen oder minderwertiges Stroh können Stoffwechselerkrankungen, Fruchtbarkeitsprobleme und Eutererkrankung nach sich ziehen.

00:01:19: Frischmelker- und Jungtiere bis etwa vierhundert Kilogramm brauchen qualitativ bestes Grundfutter.

00:01:25: Altmelkne Kühe können dagegen mit energieärmeren Komponenten versorgt werden – und Rationen lassen sich durch fein gehäckseltes Futterstroh

00:01:33: strecken.".

00:01:33: Als Alternativen nennt Manger unter anderem Obst und Gemüsereste, Biertreber, Kartoffeln oder Reststoffe aus der Tofu-Produktion.

00:01:42: Auch Prof.

00:01:42: Markus Rodehutskort von der Universität Hohenheim empfiehlt ernte Reste aus dem Feldgemüsebau mit anschließender Silierung als Option.

00:01:52: Weiter geht es mit einer kleinen Ernte und teurerem Transport beim Getreide.

00:01:57: Die Getreide- und Rapserträge in Baden liegen laut Dr.

00:02:00: Richard Folls von der ZG Reifeisen im Mittel zehn bis fünfzehn Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

00:02:07: Weizenerträge bewegen sich zwischen sieben Komma, fünf und acht Komma fünf Tonnen je Hektar in der Reinschiene um sechs bis sieben Tonnen Jehekta in späteren Gebieten.

00:02:18: Rapsarträge erreichen drei bis dreikommafünf Tonnen.

00:02:22: In späteren Lagen fehlen dreißig bis fünfzig Prozent zu einer Normalernte.

00:02:26: Körner Mais wird voraussichtlich Ende August oder Anfang September geerntet mit erwarteten Einbußen von mindestens Dreißig Prozent.

00:02:35: Dazu kommt ein weiteres Problem, der Rheinpegel bei Kaub erreichte mit vierundzwanzig Zentimetern ein bisher nie verzeichnendes Tief.

00:02:42: Der Normalwert liegt bei etwa einem Meter Vierzig.

00:02:46: Die Folge sind dramatisch gestiegene Frachtkosten nach Rotterdam von üblichen fünfzehn bis zwanzig Euro je Tonne auf nun thirty-fünf bis sechzig Euro je tonne.

00:02:58: Diese Mehrkosten tragen Landwirte und Händler gemeinsam, weshalb Vols stärkere regionale Strukturen und leistungsfähige Lastkraftwagenverladung fordert.

00:03:08: zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis für Rinderhalter im Südwesten neues Virus bei Rindern nachgewiesen.

00:03:16: Das Friedrich-Lüffler-Institut hat in Probenkranker Rinder aus der Schweiz, Frankreich und besonders Baden-Württemberg ein bislang nicht näher charakterisiertes Ottobunja-Virus der Simbu-Serokruppe entdeckt das die höchste Verwandtschaft zu sogenannten Charmondaviren zeigt.

00:03:33: Betroffene Rinder zeigten seit Juli Fieber Durchfall und teils deutlichen Rückgang der Milchleistung.

00:03:39: Tests auf Schmalenberg, Blauzungen und epizotische Hemorrhagiviren verliefen dabei negativ.

00:03:45: Übertragen wird das Virus durch blutsaugende Gnitzen, deren Saison witterungsabhängig bis etwa Ende November andauert – und zwischen Juli und Oktober!

00:03:55: die höchste Aktivität zeigt.

00:03:57: Bei erwachsenen Wiederkeuern verlaufen Infektionen meist mild, besonders bedeutsam ist jedoch das Risiko fetaler Schädigungen wie Aborte, Todgeburten und Missbildungen.

00:04:08: Wie groß dieses Risiko beim neu entdeckten Virus konkret ist lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

00:04:14: Das Friedrich-Lüffler-Institut arbeitet an der weiteren Charakterisierung epidemiologischen Nachverfolgung.

00:04:24: Das war das wöchentliche Audiobriefing vom baden-württembergischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt.

00:04:29: Wir wünschen Ihnen eine gute

00:04:45: Woche!

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