Wochenblatt Briefing Ausgabe 37
Shownotes
In dieser Ausgabe blickt Dr. Markus Albrecht auf die süddeutsche Milchwirtschaft zurück, es gibt neue Strategien in der Lagerung von Kernobst vom Lagerseminar 2026. Und die Frage: Wintergetreide bürsten, baden oder beizen?
Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen: „Ein Austragsbänkle peile ich nicht an“ Bürsten, baden oder beizen? Strategien gegen Qualitäts- und Mengenverluste
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00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feldstall, Hof und Familie.
00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt-Breathing!
00:00:20: Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
00:00:23: Unser erstes Thema dreht sich um die Frage Bürsten, Baden oder Beizen?
00:00:28: Damit sind die verschiedenen Beizverfahren für Wintergetreide gemeint.
00:00:32: Für Wintergetreide werden Saatgutbehandlungen gegen eine ganze Reihe von Krankheiten empfohlen, darunter Steinbrand und Schneeschimmel bei Weizen.
00:00:40: Streifenkrankheit bei Gerste sowie Flugbrand bei Weizen und Gerste.
00:00:44: Unter bestimmten Bedingungen kommt noch der Schutzgegenswerksteinbrand an winterweizen Dinkel- und kritikale Oberhalb von fünfhundert Metern hinzu sowie gegen Tüvolafeule an Wintergerste.
00:00:56: Weil immer mehr Wirkstoffe wegfallen, gewinnen physikalische und biologische Verfahren auch im konventionellen Landbau an Bedeutung.
00:01:03: Sie weisen jedoch noch Wirkungslücken auf.
00:01:06: Grundsätzlich gilt Saatgut aus gesunden Beständen kombiniert mit einer durchdachten Fruchtfolge einem feinen Saatbett und dem richtigen Saattermin kann den Pflanzenschutzbedarf spürbar senken.
00:01:18: Besonders im Blick behalten werden sollten Fusarium, das ungleichmäßigen Feldaufgang verursacht und Schneeschimmel der nach langer Schneebedeckung zu Nestweisen Zusammenfallen der Pflanzen führt.
00:01:30: Gegen Schwarzbeinigkeit die vor allem früh gesäten Weizen in engen Fruchtfolgen befällt gibt es Zusatzbehandlungen deren wirtschaftlicher Nutzen jedoch von Fall zu fall bewertet werden sollte.
00:01:43: Weiter geht es mit einem Thema aus dem Obstbau dem Lagerseminar, und den Strategien gegen Qualitäts- und Mengenverluste.
00:01:53: Das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee präsentierte gemeinsam mit dem Unternehmen AgroFresh beim sogenannten Experience Day – neue Erkenntnisse zur Lagerfähigkeit von Kernobst!
00:02:06: Die Vegetationsperiode von April bis August war überwiegend warm und trocken.
00:02:11: Nicht bewässerte Anlagen weisen dadurch teilweise kleinere Fruchtkaliber auf, während bewässerte Anlagen die Fruchtgröße besser halten konnten – stark regen.
00:02:22: Anfang Juli erhöhte vereinzelt das Aufplatzrisiko.
00:02:26: Hohe Tages- und Nachttemperaturen führten zu einer verzögerten Ausfärbung bei gleichzeitig bereits weit fortgeschrittenem Stärkeabbau.
00:02:34: Der Streifindex-swei-tausendzechsundzwanzig darf deshalb nicht isoliert bewertet werden!
00:02:40: Die Fruchtfestigkeit wird als zusätzliches Kriterium für den Erntetermin empfohlen.
00:02:45: Bei den Mineralstoffen liegen die Calcium-Gehalte bei Elster, Gala und Brayburn unter dem langjährigen Mittel, bei Yonagold leicht darüber und bei Kanzi und Fuji deutlich darüber.
00:02:58: Das Verhältnis von Kalium zu Calcium ist bei mehreren Sorten im Grenzbereich zwischen normal und kritisch – weshalb Calciummaßnahmen empfohl werden.
00:03:08: Zum Abschluss ein Interview mit Dr.
00:03:10: Markus Albrecht unter dem Titel Ein Austragsbänkle peile ich nicht an!
00:03:16: Dr.
00:03:16: Marcus Albrech, Geschäftsführer des Milchprüfrings Baden-Württemberg geht Ende dieses Jahres in den Ruhestand.
00:03:24: Im Gespräch blickt er auf eine bewegte Geschichte zurück.
00:03:28: In deiner Zeit arbeiteten noch sieben Zentralabore, sechs Außenstellen und zwei Verwaltungen zusammen.
00:03:36: Heute gibt es noch ein Zentralabor mit Verwaltung und sechs Außenstellen ab Oktober dieses Jahres, voraussichtlich sogar nur noch fünf.
00:03:45: Als wesentliche Meilensteine nennen der den Ausbau moderner Laborgeräte sowie den Aufbau einer leistungsfähigen Rückstandsanalytik- und Mikrobiologieabteilung.
00:03:55: In dem Jahr im Jahr war die Zertifizierungstellbetrieb für Qualitätsmanagementmilch aufgenommen und in dem Jahr auch an die selbstständige MPR ZERT übergeben.
00:04:06: Die neue Rohmilch-Güteverordnung erforderte rund zehn Jahre Bearbeitungszeit und brachte als wichtigste Neuerung einen empfindlichen Hemmstofftest.
00:04:15: Herausfordernd waren auch die Kostenexplosionen der Jahre two-tausend-zweiundzwanzig bis zwei tausend vierundzwantig, die sich nicht vollständig durch Einsparungen auffangen ließen – und?
00:04:26: Die Zahl der Erzeugerbetriebe ist in fünfunddreißig Jahren um siebenundachtzig Prozent zurückgegangen!
00:04:32: Das war das wöchentliche Audiobriefing vom baden-württembergischen landwirtschaftlichen Wochenblatt.
00:04:37: Wir wünschen Ihnen eine gute
00:04:54: Woche!
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