Wochenblatt Briefing Ausgabe 38

Shownotes

Für die Dürreversicherung ist in Zukunft die nutzbare Feldkapazität ausschlaggebend und nicht mehr die Niederschlagsmenge. Kühe sollten nicht hungrig auf die eiweissreiche Kurzrasenweide getrieben werden und bei Kälberdruchfall ist neben der Impfung auch das Herdenmanagement wichtig.

Digitalabonennten können alle Beitrage hier in voller länge Hören oder Lesen: [So gelingt der Austrieb im Herbst]https://www.bw-wochenblatt.de/artikel.dll?AID=11726489&MID=211728)) Kryptosporidien: Ist die Impfung die Lösung? Neuer Index bildet die Realität besser ab

Fachbeiträge, Reportage und News: bw-wochenblatt.de

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00:00:04: Ausgewählte Beiträge, kompakt zusammengefasst für Feld, Stall, Hof und Familie.

00:00:11: Willkommen zu Ihrem Wochenblatt-Breathing!

00:00:20: Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.

00:00:23: Unser erstes Thema dreht sich um die Dürreversicherung Und zwar unter dem Titel Neuer Index.

00:00:29: bildet die Realität besser ab?

00:00:31: Die vereinigte Hagel entwickelt ihre Dürrefersicherung derzeit weiter.

00:00:35: Künftig soll der Index nicht mehr auf Niederschlagsmengen, sondern auf der nutzbaren Feldkapazität beruhen um Trockenstress-Realitätsnähe abzubilden.

00:00:44: Singt die Bodenfeucht unter fünfzig Prozent der nutzwaren Feldkapacität werden täglich Trockenstreßpunkte gesammelt – je stärker die Unterschreitung, desto mehr Punkte kommen hinzu.

00:00:55: Wird der vereinbarte Schwellenwert überschritten?

00:00:57: Erfolgt die Entschädigung automatisch ganz ohne Schadenmeldung oder Begutachtung!

00:01:02: Berechnet wird die Bodenfeuchte zunächst in einem engmaschigen Raster von einmal einem Kilometer und für das Versicherungsprodukt anschließend auf Gemeindeebene zusammengefasst.

00:01:12: Grundlage ist das Modell Super HD Soil Moisture der Firma Kachelmann, dass Wetter-Stationstaten, kalibrierte Radardaten, Satellitendaten sowie Angaben zur Bodenart und Landnutzung kombiniert.

00:01:24: Unter anderem mit Rohdaten des deutschen Wetterdienstes.

00:01:28: Angeboten werden drei Varianten namens Basis Extra und Extra Plus – mit unterschiedlicher Auslösewahrscheinlichkeit und Prämienhöhe.

00:01:36: Weiter geht es mit dem Thema Kälberdurchfall und der Frage Kryptosporidien.

00:01:41: ist die Impfung die Lösung.

00:01:43: Ende des Jahres wurde in Deutschland eine Mutter-Tier-Vakzine gegen Kryptosporidien zugelassen.

00:01:49: Studien zur Wirksamkeit sind vielversprechend, doch in der Praxis hängt der Erfolg stark vom Betriebsmanagement ab.

00:01:56: Neugeborenen Durchfall tritt in den ersten drei Lebenswochen auf und gilt als Faktorenkrankheit – die auslösenden Erreger sind in fast allen Beständen vorhanden.

00:02:05: Ob es zum Ausbruch kommt, hängt vom Infektionsdruck.

00:02:10: Mutter-Tiervaktien wirken ausschließlich über Antikörper, die sich im Kolostrum und in der Transitmilch anreichern.

00:02:17: Eine ausreichende Kolostromversorgung ist deshalb Voraussetzung für die Wirksamkeit – gegen Rotaviren-, Coronaviren-und frühe Ecoli-Komponenten gibt es entsprechende Impfstoffe bereits seit

00:02:28: Jahrzehnten.".

00:02:29: Hitze-Stress bei Trockenstehern verschlechtert die Biestmilchqualität, beeinträchtigt die Gebärmutterfunktion und die Kolostrumaufnahme, wodurch das Erkrankungsrisiko der Kälber steigt.

00:02:40: Maßnahmen gegen Hitzestress sind daher wichtig.

00:02:42: Kryptosporidien und Viren schädigen die Darmschleimhaut – und Heilung tritt erst ein!

00:02:48: Wenn diese sich regeneriert hat, Medikamente, die diesen Prozess beschleunigen gibt es nicht.

00:02:53: Zentral bleibt deshalb die Versorgung der Kkelber mit Flüssigkeit, Elektrolyten und

00:02:57: Puffersubstanzen.".

00:02:59: Ein weiteres wichtiges Thema betrifft die Kurzrasenweide unter dem Titel So gelingt der Austrieb im Herbst.

00:03:05: Herbsgras ist wasserreich und Eiweißreich, aber arm an Rohfaser.

00:03:10: Das kann bei Wiederkeuern zu Fehlgärungen, Pansenblähungen und schwerem Durchfall führen.

00:03:15: Kühe sollten deshalb niemals hungrig auf die Weide getrieben werden Sondern vorher strukturreiches Futter wie Heustro oder Maisilage bekommen.

00:03:24: Zusätzliches Eiweißfutter ist meist nicht nötig.

00:03:26: Zur Energieergänzung eignen sich Panzenschonende Komponenten wie Körnermeis oder Trockenschnitzel.

00:03:32: Die Ration sollte außerdem mit Mineralfutter ergänzt werden, wegen feuchter Böden und geringerem Aufwuchs empfiehlt sich eine niedrigere Besatzdichte – etwa ein bis zwei Kühe pro Hektar statt vier bis fünf!

00:03:45: Und eher Dauerstand- oder Kurzrasenweide als Portionsweide um Trittschäden zu vermeiden.

00:03:50: Die optimale Wuchshöhe vor dem Winter liegt bei fünf bis sechs Zentimetern.

00:03:55: Zu langes Gras begünstigt Auswinterung und Mäusebefall.

00:03:59: Zu kurz gefressenes Gras entzieht den Pflanzen wichtige Reserven fürs Frühjahr.

00:04:04: Vorsicht gilt bei Reif- und Frost, hier sollte erst nach vollständigem Abtauen geweidet werden ebenso bei Fallobst unter Apfel oder Birnenbäumen das unbedingt abgezäunt werden muss.

00:04:14: Nach dem letzten Eintreiben lohnt sich eine gründliche Weidepflege etwa durch Abschleppenstriegeln und dass ein Ebenen von Maulwurfshügeln damit die Fläche im kommenden Frühjah gesund startet.

00:04:24: Damit sind wir am Ende unseres heutigen Briefings angelangt.

00:04:27: Wir bedanken uns fürs Zuhören und wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche auf

00:04:44: Ihrem Betrieb!

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